Stress und gestörter Schlaf

Stress und gestörter Schlaf

Stress und gestörter Schlaf

Endlich weg mit der Dauerspannung

Erlauben Sie sich, Ihren Stress überhaupt wahrzunehmen? Das ist gar nicht einfach, denn er ist weit verbreitet und scheint normal zu sein. Und doch gehört er zu den wesentlichsten Risikofaktoren für eine stabile Gesundheit. Bereits jedes sechste KIND! und jeder fünfte Jugendliche zeigen Symptome von Stress. Sechzig Prozent der Erwachsenen stehen immens „unter Druck“. Die Anforderungen werden immer größer. Hohe Eigenansprüche lassen keine Zeit zum Entspannen. Die Dauer-Erreichbarkeit in unserer digitalen Welt verkürzt unsere Lebenszeit. Stress betrifft unser ganzes Wesen.

Unser Körper reagiert mit Schlafstörungen, Anspannungen besonders im Schulter-Nacken-Bereich, Unruhezuständen, Verdauungsproblemen und Gewichtszunahme. Zigaretten, Kaffee, Alkohol und Drogen werden konsumiert, um weiter zu funktionieren. Die Gefühlswelt leidet. Glückliche Momente nehmen ab. Es wird grundlos gestritten. Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit nehmen zu,

Leichtigkeit und Entscheidungsfreude lassen nach. Zweifel an allem nehmen zu. Hauptindiz für Stress und Überbelastung ist ein gestörter Schlaf. Wenn tagsüber keine Zeit zum Durchatmen ist, können wir nachts nicht abschalten. Kennen Sie die düsteren Gedanken, wenn Sie wach liegen. Die Probleme scheinen größer, eine Lösung unmöglich. Das „Kopfkino“ rast. Wir empfinden Angst, Zweifel und unbegründetes Unglücklichsein, Ausweglosigkeit. Kaum ist der Tag angebrochen, scheint auch für die meisten Nachtgrübler wieder die Sonne. Die Probleme der Nacht lösen sich auf. Für diese kuriose Situation gibt es eine Erklärung.

Für die Nacht produzieren wir das Schlafhormon Melatonin. Haben wir genug davon, schlafen wir gut und durch. Haben wir aufgrund von Stress, vollem Magen, später PC-Arbeit nicht genügend von diesem Hormon, ist unser Schlaf gestört. Wir wachen öfters auf oder können nicht einschlafen. In diesem Zustand löst Melatonin – das man auch als „Depressionshormon“ bezeichnet – düstere Gedanken aus. Hat sich das Hormon morgens abgebaut, verschwinden die Probleme.
Wir müssen also für einen gesunden Schlaf ausreichend von diesem Hormon bilden. Denn nur wenn wir genügend Melatonin nachts im Körper haben, wachen wir nicht mehr auf und schlafen durch. Düstere Melatonin-Gedanken haben dann keine Chancen mehr.

Machen Sie einen Abendspaziergang. Nehmen Sie ein angenehmes Entspannungsbad. Genießen Sie ein schönes Gespräch oder eine leichte Abendlektüre. Gehen Sie nicht nach brutalen oder schockierenden Filmen schlafen. Beenden Sie das Abendessen so früh wie möglich. Trinken Sie einen beruhigenden Tee mit Lavendel und Zitronenmelisse. Meditieren Sie. Meditation entspannt auf allen Daseinsebenen. Beginnen Sie mit einer kleinen Atemmeditation. Setzten Sie sich dazu bequem. Atmen Sie tief in den Bauch ein und schenken Sie Ihre Aufmerksamkeit besonders dem noch tieferen Ausatmen. Schon allein die Konzentration auf das Atmen rückt den Alltag mit samt seinen Anforderungen in den Hintergrund und Sie beginnen sich wieder selbst zu fühlen.

Aus dem Newsletter „Gesund – Natürlich“ von Dr. med. Petra Bracht vom Bad Homburg, den 21. Juli 2017

Mit freundlicher Genehmigung von LNB Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht

Photo: Lizenzfrei von www.pixabay.com


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