Das Hashimoto-Syndrom

Das Hashimoto-Syndrom

Das Hashimoto-Syndrom

Wenn der Körper sich selbst angreift!

Unsere Schilddrüse produziert die lebensnotwendigen Hormone, die für alle Stoffwechselvorgänge unseres Körpers verantwortlich sind. Bei Hashimoto greift unser eigenes Abwehrsystem Schilddrüsenzellen an. Eine chronische Entzündung entsteht, bei der die Zellen untergehen. Es kommt zur Unterfunktion mit den typischen Symptomen. Abgeschlagenheit, Gewichtszunahme, Verstopfung, depressive Verstimmung und Kälteempfindlichkeit.

Hashimoto ist die häufigste Autoimmunerkrankung. Frauen erkranken wesentlich häufiger als Männer. Bis heute kennt die Medizin nicht die Ursache dieser Krankheit. Eine mögliche familiäre Disposition sei nicht auszuschließen. Sie gilt als unheilbar und geht mit einer lebenslangen Einnahme von Schilddrüsenhormonen einher.

Warum aber richtet sich das Immunsystem, das Tag für Tag für unser Überleben sorgt, plötzlich gegen uns selbst. Könnte es sein, dass wir heute über unsere Lebens- und Ernährungsweise so viele Reizstoffe – zu viele tierische Eiweiße mit Hormonen und Futterzusatzstoffen, Industrienahrung, Konservierungsmittel, Düngemittelrückstände, Geschmacksverstärker und viele mehr – zu uns nehmen, die der Körper, weil er sie mangels genetischer Anpassung nicht identifizieren kann, als Bedrohung interpretiert, dass die Immunpolizei nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden kann?

Man weiß, dass Autoimmunerkrankungen mit zunehmendem Abstand vom Äquator immer häufiger werden. Das zeigt einen Zusammenhang zu verminderter Sonneneinstrahlung und daraus resultierendem Vitamin-D-Mangel. Ebenso gibt es eine Abhängigkeit zwischen Autoimmunkrankheiten und einem hohen Antikörperspiegel auf unverdaute Kuhmilcheiweiße. Verstärkt wird das dadurch, dass Menschen, die nur geringe Mengen an gesättigten Fetten – wie sie im Fleisch und in Milchprodukten vorkommen – zu sich nehmen und deren Nahrung überwiegend aus ballaststoffreichen pflanzlichen Anteilen besteht, seltener an Autoimmunerkrankungen leiden.

Und Hashimoto-Patienten sind mit Selen unterversorgt. Selenmangel hindert die Schilddrüse an ihrer Arbeit, denn dieses Spurenelement steuert die Aktivität der Schilddrüsenhormone. Es wandelt Thyroxin (T4) in das aktive Hormon Trijodthyronin (T3) und hemmt ein zu Viel davon, in dem es das Hormon in das inaktive Dijodthyronin (T2) umwandelt. Außerdem neutralisiert Selen die freien Radikale, die während der Hormonproduktion entstehen. Freie Radikale sind Mitverursacher von Dauerentzündungen. Eine ausreichende Selenversorgung kann diese Entzündungen beenden. Die Schilddrüse kann dann wieder normal arbeiten und ist in der Lage, neue Zellen zu bilden. Die beste Quelle an ausreichend Selen zu gelangen ist der Verzehr von drei Paranüssen täglich.

Frauen, die mit der Diagnose Hashimoto in meine Praxis kommen und durch eine Ernährungsumstellung und eine ausreichende Gabe aller wichtigen Vitalstoffe ihre Werte verbessern, erleben öfter, dass die Schilddrüse wieder heilen und ihre normale Funktion ausüben kann – ohne zusätzliche Einnahme von Hormonen.

Aus dem Newsletter „Gesund – Natürlich“ von Dr. med. Petra Bracht vom Bad Homburg, den 9. April 2018

Mit freundlicher Genehmigung von LNB Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht

Photo: Lizenzfrei von www.pixabay.com


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